Ende Juli findet in Tiflis (Georgien) das „Europäische Youth Olympic Festival“ (EYOF) statt. Dabei handelte es sich um einen olympischen Multi-Sport-Event, bei dem das Niveau im Turnen jenem der Junioren-Europameisterschaft entspricht.
Der Österreichische Turnverband hat bereits drei Turner, darunter der Wolfurter Fabio Sereinig, und einen Ersatz nominiert. Ausständig ist noch die Freigabe des Österreichischen Olympischen Komitees, das beim EYOF die Startplätze vergibt. Im Olympiastützpunkt Dornbirn (Landessportzentrum) wurde am 27. Juni ein erster Vorbereitungswettkampf ausgetragen. Dabei erreichte Johannes Mairoser (Tirol) starke 79,10 Punkte. Es folgten Fabio Sereinig (TS Wolfurt mit 75,90), Ersatzmann Ricardo Rudy (72,10) und Lorenz Rüf (TS Dornbirn mit 70,60), der leider am Pferd zwei Abstiege verzeichnen musste.
VTS-Kampfrichterchef Andreas Schedler lobte die Ergebnisse der jungen Athleten: „Es gab zwar noch einige Unsicherheiten, aber die Leistung von Johannes mit mehr als 79 Punkten ist ein Top-Resultat. Damit wäre er bei den EYOF wohl im Mehrkampffinale der besten 24 Sechskämpfer dabei.“ In den kommenden Wochen wird ÖFT-Nachwuchskader-Trainer und VTS-Landestrainer Lubomir Matera die Vorbereitung seiner Turner weiter forcieren. „Wir trainieren jetzt eine Woche gemeinsam in Dornbirn, dann folgt ein weiterer Vorbereitungswettkampf mit Trainingscamp in Tschechien. Das intensive Training werden wir mit Regenerationsphasen ergänzen. Unterstützt vom Sportservice Vorarlberg sind nächste Woche auch Massagen sowie Regeneration mit Whirlpool- und Kaltwasserbädern vorgesehen.“
Im Hinblick auf die Ziele bei den EYOF hat Lubomir Matera klare Vorstellungen: „Das ÖFT-Team landete vor zwei Jahren in Utrecht auf dem erfreulichen 14. Rang. Dieses Jahr wollen wir das noch toppen und die besten 12 erreichen. Außerdem kämpfen wir um einen Gerätefinalplatz (Top 8) in der Einzelwertung oder ein Mehrkampffinale (Top 24). Nach dem EYOF-Modus turnen pro Nation drei Athleten. Die besten zwei kommen in die Wertung. Wenn also Turner der führenden Nationen Fehler machen, ist das für sie nicht mehr so leicht auszugleichen – und somit eine Chance für Österreich.“